Arm – Reich: Zwischenmenschlich

Unterrichtsinhalte

  • Gerechtigkeit – unsichtbare Mauern zwischen Menschen (Oberthema)
  • Armut in Deutschland – Beispiel: Jugendarmut
  • Armut als globale Herausforderung – Beispiel: Hunger in Afrika

Didaktische Ansätze

Gerechtigkeit Armut ist eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit. Sowohl im direkten sozialen Kontakt als auch in globalen Zusammenhängen begegnen die Schülerinnen und Schüler sozialer Ungerechtigkeit …

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Gerechtigkeit

Armut ist eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit. Sowohl im direkten sozialen Kontakt als auch in globalen Zusammenhängen begegnen die Schülerinnen und Schüler sozialer Ungerechtigkeit und Armut. In den Medien wird die Armut anderer genutzt, um Einschaltquoten zu generieren.

Gerechtigkeit ist keine allgemein verbindliche Konzeption. Die Schülerinnen und Schüler erleben unterschiedliche Situationen als gerecht oder ungerecht.

Die Schülerinnen und Schüler sind häufig mit (sozialen) Medien konfrontiert, in denen die Begriffe „Armut“ und „(soziale) Gerechtigkeit“ und ihre Beziehung zueinander unterschiedlich verwendet und nicht selten instrumentalisiert werden.

Jugendarmut

Von der Spreizung der Schere zwischen Arm und Reich sind Kinder und Jugendliche in Deutschland besonders betroffen. Armut führt bei Kindern und Jugendlichen oft zu Scham. Beschämung kann Sprachlosigkeit bewirken, die wiederum zu sozialer Ausgrenzung führt. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler erleben Armut in ihrem direkten Umfeld oder an sich selbst. Das Konzept sozialer Teilhabe sollte auch in der Schule als Lernumgebung angewandt werden.

In Deutschland gibt es zahlreiche von den Kirchen verantwortete Projekte der Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut. Die Schülerinnen und Schüler kennen möglicherweise konkrete Projekte in ihrem Umfeld, mit denen sie sich noch nicht inhaltlich auseinandergesetzt haben. Sie möchten sich vielleicht sozial engagieren und finden in dieser Unterrichtseinheit Ideen und Möglichkeiten dafür.

Hunger in Afrika

Armut ist nicht nur ein lokales Thema, sondern steht in globalen Zusammenhängen. Schülerinnen und Schüler werden durch die Medien mit Auswirkungen der Globalisierung konfrontiert. Sowohl die europäische Politik wie auch das individuelle Konsumverhalten führen zu globalen Aktionsketten, von denen einige zu körperlich erfahrbarer Armut in Afrika führen.

Zahlreiche von den Kirchen verantwortete Projekte versuchen in Afrika humanitäre Hilfe zu leisten. Die Schülerinnen und Schüler kennen konkrete Projekte vielleicht aus Zusammenhängen wie der Sternsingeraktion, Misereor, Adveniat, Brot für die Welt u.a. Sie haben sich inhaltlich in der Regel noch nicht damit auseinandergesetzt und reflektieren die Begründungen und Intentionen der Hilfswerke.

Intentionen / Kompetenzen

Gerechtigkeit Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Konzeptionen von Gerechtigkeit benennen und unterscheiden. Die Schülerinnen und Schüler kennen die Idee eines Gesellschaftsvertrages. Die …

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Gerechtigkeit

  • Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Konzeptionen von Gerechtigkeit benennen und unterscheiden.
  • Die Schülerinnen und Schüler kennen die Idee eines Gesellschaftsvertrages.
  • Die Schülerinnen und Schüler können die Konzeption von John Rawls selbstständig darstellen und kritisieren.
  • Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Ideen, wie sie an einer gerechteren Gesellschaft mitwirken können

Armut in Deutschland – Beispiel: Jugendarmut

  • Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Formen von Armut unterscheiden.
  • Die Schülerinnen und Schüler können Statistiken lesen, beschreiben und auswerten.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Konzept der gesellschaftlichen Teilhabe auseinander und können es erklären.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen kirchliche Projekte zur Bekämpfung von Kinder-/Jugendarmut kennen.
  • Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Ideen, wie Kinder-/Jugendarmut in Deutschland bekämpft werden kann

Armut als globale Herausforderung – Beispiel: Hunger in Afrika

  • Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Formen von Armut unterscheiden.
  • Die Schülerinnen und Schüler können Statistiken und Karten lesen, beschreiben und auswerten.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Konzept der gesellschaftlichen Teilhabe auseinander und können es erklären.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen kirchliche Projekte zur Bekämpfung von Hunger kennen.
  • Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eigene Ideen, wie der Hunger in Afrika bekämpft werden kann.

Methodische Zugänge

Gerechtigkeit – Leitfragen Warum gibt es arme und reiche Menschen? Ist es ungerecht, dass einige mehr und andere weniger haben? Was ist überhaupt Armut/Reichtum? Geht es nur um Geld? Was ist Gerechtigkeit? Wie …

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Gerechtigkeit – Leitfragen

  • Warum gibt es arme und reiche Menschen?
  • Ist es ungerecht, dass einige mehr und andere weniger haben?
  • Was ist überhaupt Armut/Reichtum? Geht es nur um Geld?
  • Was ist Gerechtigkeit?
  • Wie sieht eine gerechte Welt aus?
    → Gerechtigkeitskonzeptionen
  • Wie könnte man theoretisch eine gerechte Welt erschaffen?
    → John Rawls
  • Was kann man praktisch tun, um in der bestehenden Welt mehr Gerechtigkeit zu schaffen?
    → Wo liegen die globalen Probleme?
    → Wie bin ich daran beteiligt?
  • Wie hilft das Konzept der sozialen Teilhabe konkreter Armut entgegenzuwirken?
    → Amartya Sen

Jugendarmut – Leitfragen

  • Wo im Umfeld der Schülerinnen und Schüler gibt es konkrete Armutserfahrung?
  • Ist Hartz IV-Empfang schon Armut? (in Deutschland – im weltweiten Vergleich)
  • Werden andere aufgrund von Kleidung, Smartphone, Sprache, Aussehen etc. ausgegrenzt? Warum? Was kann man dagegen tun?
  • Wo finden konkrete Projekte statt, um Armut zu bekämpfen? Sind sie wirksam? Sind sie nachhaltig

Hunger in Afrika – Leitfragen

  • Warum gibt es Hunger?
  • Wieso kann der Hunger in Afrika als globales Problem verstanden werden?
  • Warum sind in Afrika arme Menschen unterernährt und in Deutschland zu dick?
  • Welche Projekte gibt es zur Bekämpfung von Hunger und seinen Ursachen? Sind sie wirksam? Sind sie nachhaltig?

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Material zu Arm – Reich

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